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Nitrat im Trinkwasser

Nitrate gelangen durch Gülledüngung oder auch mit künstlichem Dünger aus der Landwirtschaft in großen Mengen in den Boden. Dadurch sind gerade in landwirtschaftlichen Gegenden ober- und unterirdische Gewässer hoch belastet. Für die Verunreinigungen im Grundwasser sind „nahezu ausschließlich die Nitrat- Belastungen aus der Landwirtschaft verantwortlich“, konstatierte im Jahr 2010 das Umweltbundesamt. Bei rund 15 Prozent des deutschen Grundwassers lagen über dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm Nitrat pro Liter. 36 Prozent wiesen „deutlich bis stark erhöhte Nitratwerte auf". Nur knapp die Hälfte der beprobten Wasserstellen hatten Werte im Rahmen der natürlichen Belastung (unter zehn Milligramm pro Liter). Nitrate sind die Vorstufe zum gesundheitsschädigenden Nitrit. Nitrat kann im Körper zu Nitrit und schließlich zu Nitrosaminen umgewandelt werden, die krebserregend wirken können.

Nitrit führt insbesondere bei Säuglingen zu der lebensbedrohenden Blausucht. Das giftige Nitrit wandelt den roten Blutfarbstoff Hämoglobin in Methämoglobin um (Oxydation). Dadurch ist keine Sauerstoffabgabe an das Gewebe mehr möglich und es besteht, je nach Dosis, die Gefahr des inneren Erstickens.

Doch auch in urbanen Großstadtregionen kommt es häufig zu erhöhten Nitrat-Werten: Durch neu verlegte und verzinkte Trinkwasserleitungen werden vorhandene Nitrate im Trinkwasser, durch das im Wasser befindliche Zink in Nitrit umgewandelt. Dabei kann es zu einer bis zu 100-fachen Überschreitung des Grenzwertes für Nitrit kommen.

Der gültige Trinkwassergrenzwert für Nitrat beträgt 50 µg/l.

Blei im Trinkwasser

Blei hat als Rohrmaterial für Wasserleitungen eine lange Tradition. Altbauten haben darum oft noch Bleirohre. Blei im Trinkwasser gefährdet die Gesundheit, denn es ist Gift für das Nervensystem, insbesondere bei Kindern. Die DIN 2000, sozusagen die Bibel der Wasserfachleute, ächtete Bleirohre endgültig: „Die Verwendung von Bleirohren ist gesundheitlich äußerst bedenklich, da sich Blei lösen und im Trinkwasser anreichern kann – Wasser ist nicht nur Lebens- sondern auch Lösungsmittel Nr. 1! Für neue Trinkwasserleitungen sollen daher Bleirohre nicht mehr verwendet werden."

Blei im Trinkwasser führt zu einer sukzessiven Vergiftung des Körpers. Konkret heißt das: Beeinträchtigung der Blutbildung und der Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern. Das sich entwickelnde kindliche Nervensystem bei Ungeborenen sowie der Aufbau des Immunsystems werden massiv gestört. Da ihre Blut-Hirn-Schranke noch nicht vollständig ausgebildet ist, können Schadstoffe in vergleichsweise großen Mengen ins Gehirn gelangen und dort Entwicklungsstörungen verursachen. Kurz gesagt: Blei macht dumm! Blei im Trinkwasser ist hoch giftig – Leitungswasser darf darum zur Zubereitung von Babynahrung nicht verwendet werden. Wichtig zu wissen: Kinder nehmen Blei fünfmal schneller als Erwachsene auf, mit verstärkten gesundheitlichen Problemen wie bei Erwachsenen.

Beim Erwachsenen stellt sich die Situation anders da: Blei wird teilweise ausgeschieden. Der Rest lagert sich in den Knochen ein. Dies kann zu Langzeitfolgen und Erkrankungen führen: chronische, unspezifische Symptome wie Magenstörungen, Kopfschmerzen, Desorientierung, Schlaflosigkeit, Erbrechen, Apathie, Überaktivität und Aggressivität können schon bei der Einlagerung kleinster Mengen auftreten. In schweren Fällen führt eine Bleivergiftung zu Delirium, Krämpfen, Koma und Tod durch Kreislaufversagen. 

Das Umweltbundesamt appelliert leider nur mit mäßigem Erfolg an Hausbesitzer, die alten Rohre zu wechseln.

Der gültige Trinkwassergrenzwert für Blei liegt bei 10 µg/l.

Demineralisierung

Unter einer Demineralisation oder Entmineralisierung versteht man einen Mangel von Mineralanteilen, insbesondere an Kalzium, lebenswichtigen Phosphaten und auch Magnesium im Körper des Menschen. Die Folgen sind Knochenschwund – auch Osteoporose genannt – Zahnausfall, Müdigkeit, Erschöpfungsgefühle bis hin zum Kreislaufversagen. Magnesiummangel kann zudem nicht nur Muskelkrämpfe, sondern auch frühzeitige Wehen auslösen.

Trinkt ein Erwachsener, oder noch schlimmer ein Kind, demineralisiertes Wasser, herrscht ein Ungleichgewicht zwischen Zelle und Wasser im Magen. Das demineralisierte Wasser zieht die Mineralstoffe aus den Zellen heraus. Es entsteht ein Mangel an Mineralstoffen im Körper. Destilliertes Wasser ist komplett demineralisiert, keiner würde auf die Idee kommen, dieses Wasser zu trinken. Aber: auch Osmose-Filter demineralisieren das Trinkwasser und in der Folge den Körper erheblich – mit oben genannten Folgen. Darum ist es wichtig, beim Kauf eines Filtersystems auf diesen Aspekt zu achten.

Kupfer im Trinkwasser

Eine zunehmende Verwendung von Kupferrohren im deutschen Trinkwasserleitungssystem hat dazu geführt, dass Krankheiten auftreten, die auf Kupfer im Trinkwasser zurückzuführen sind. Dazu gehören: Leberzirrhose/Leberfibrose, Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen, Darmkoliken oder Durchfall, aber auch neurologische Ausfallerscheinungen, Schwächung des Immunsystems. Kupfer im Trinkwasser kann einen Überschuss an weißen Blutkörperchen im menschlichen Körper verursachen, ohne einen Hinweis auf eine Entzündung oder Blutzerfall (Hämolyse). Es kommt zu  Rötungen der Haut, sowie Juckreiz. Kupfer kann aber auch tubuläre Störungen mit Hyperaminoazidurie der Nieren (Verlust von Aminosäuren) sowie vermehrtes Wasserlassen (Polyurie) verursachen. Zudem kann Arthritis entstehen.

Kupfer im Trinkwasser kann jeden Menschen, jedes Kind krankmachen, der/das es in „ausreichenden“ Mengen trinkt

Die Trinkwasserverordnung erlaubt einen Kupfergehalt von bis zu 3 mg/l.

P.S.: Wird ein solches Wasser für die Zubereitung der Säuglingsmilch verwendet, erhält der Säugling das 17-fache (0,4 plus 3,0 = 3,4 mg/l) der von der Natur vorgesehen 0,2 mgCu/l. Diese nach der Trinkwasserverordnung erlaubte Kupferbelastung bedeutet nichts anderes als ein „genehmigtes“ Experiment an Säuglingen.

Aluminium im Trinkwasser

Seit langem wird ein Zusammenhang zwischen der Alzheimerschen Demenz und der Aufnahme von Aluminium vermutet. Alzheimer bedeutet einen rasanten geistigen Verfall. Im fortgeschrittenen Stadium können die Patienten weder sehen noch sprechen und nicht mehr für sich selbst sorgen. Aluminium im Trinkwasser und die Häufigkeit der Demenz korrelieren in den vergangenen Jahren vermehrt.  Bei Sechzigjährigen beträgt sie nur etwa ein Promille, bei Neunzigjährigen bereits 45 Prozent. Mit der steigenden Lebenserwartung in den Industrienationen wird die Krankheit zu einem Grundproblem der Volksgesundheit werden.

Aber auch andere Bestandteile in Lebensmitteln wirken als Alu-Taxis: darunter die beiden Geschmacksverstärker Glutamat und Maltol sowie die Zitronensäure. Sie binden das Metall und transportieren es in unseren Körper. Russell Blaylock, Professor für Neurochirurgie an der Universitätsklinik Mississippi, verweist darauf, dass Aluminium an Glutamat gebunden wird und so die Blut-Hirn-Schranke passieren kann. Jene Schranke, die das Eindringen von Schadstoffen in das Gehirn verhindern soll.

Man kann davon ausgehen, dass Aluminium das lange gesuchte Bindeglied zur Erkrankung mit der Alzheimerschen Demenz ist.

In Deutschland werden Zusätze von Aluminium zur Trinkwasseraufbereitung – als Zusatz für Flüssig-Ei und als Farbstoff verwendet. Die Mengen sind jedoch gering gegenüber denen aus einer ganz anderen, von der Lebensmittel-Überwachung, unlängst aufgespürten Quelle: In Brezeln fanden sie Spitzenwerte von fast einem halben Gramm pro Kilogramm. Dies erklärt sich aus der Nutzung von Aluminium-Backblechen. Auch der Zusammenhang zwischen der Nutzung aluminiumhaltiger Deosprays und dem Auftreten von Alzheimer konnte bereits bewiesen werden.

Uran im Trinkwasser

Uran im Trinkwasser? Kaum denkbar! Uran ist radioaktiv. Es gehört in Atomkraftwerke – oder? Das radioaktive und toxische Schwermetall mit seiner relativ geringen Strahlung ist für den Menschen vornehmlich aufgrund seiner chemischen Giftigkeit schädlich: In einer hohen Dosis über einen längeren Zeitraum zu sich genommen, kann es dauerhaft Blut, Knochen und Nieren schädigen. Dabei reagiert die Niere auf Uran am empfindlichsten. Die Folgen einer zu hohen Uranbelastung im Wasser können Nieren-Funktionsstörungen und Nierenkrebs sein.

Werdende Mütter, Säuglinge und Kleinkinder sind Gesundheitsrisiken besonders stark ausgesetzt. Im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht nehmen sie mehr Flüssigkeit und damit auch mehr Uran zu sich als Erwachsene - ihre Belastung ist dreimal so hoch. Zudem absorbiert ihr Magen-Darm-Trakt die doppelte Menge an Uran.

Sowohl im Leitungswasser als auch in einigen Mineralwässern häufen sich die Uran-Belastungen. Die Organisation Foodwatch warnt aktuell davor. Report München berichtet von der Überschreitung des Grenzwertes von 2 Mikrogramm Uran pro Liter Leitungswasser an 800 Messstellen. Auch 34 Sorten Mineralwasser sollen zum Teil deutlich mit hohen Uranwerten belastet sein.

Uran Grenzwerte: 2 µg pro Liter (Nachdem 2005 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Leitwert von 15 Mikrogramm als Uran Grenzwert pro Liter festgelegt hatte, heißt es auch aus dem Umweltbundesamt: „Es ist die Pflicht der Gesundheitsämter und Wasserversorgungsunternehmen, den Leitwert für Uran von zehn Mikrogramm pro Liter im Trinkwasser sicherzustellen ... Uran-Grenzwerte von 2 Mikrogramm pro Liter seien erstrebenswert, so die Wasser Forschungs-Institute).

Die Folgen zu hoch angesetzter Grenzwerte: Uran reichert sich nach oraler Aufnahme vorzugsweise in Knochen an und kann zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion sowie zu Funktionsstörungen von Lunge und Leber führen. Besonders betroffen sind Kinder und immungeschwächte Menschen.

Uran-Grenzwerte - Das ist der Stand

  • Für Mineralwasser gibt es bisher keine allgemein gültigen Uran-Grenzwerte. Lediglich Wasser, das mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ beworben wird, darf nicht mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter enthalten.
  • Für Trinkwasser gelten seit dem 1. November 2011 Uran-Grenzwerte von 10 Mikrogramm Uran pro Liter. Dieser ist jedoch so hoch angesetzt, dass zwar Erwachsene, nicht aber Säuglinge und Kleinkinder ausreichend geschützt werden.

Das fordern wissenschaftliche Studien:

  • Uran-Grenzwerte von 2 Mikrogramm pro Liter Trinkwasser: Sowohl für Trinkwasser als auch für Mineralwasser müssen einheitliche Grenzwerte von höchstens 2 Mikrogramm Uran pro Liter gelten.
  • Maßstab für Uran-Grenzwerte müssen Säuglinge und Kleinkinder sein, die durch eine Uranbelastung im Wasser schneller und stärker geschädigt werden können als Erwachsene.

Fluoride im Trinkwasser

Die Angst vor Zahnausfall bringt uns dazu, Kindern Fluortabletten zu geben. Doch Fluoride sind nicht so unbedenklich, wie es vielfach heißt: Es beginnt bereits in der Schwangerschaft: Kinder, deren Mütter Fluor in dieser Zeit zu sich genommen haben, verlangsamen das Zellwachstum bei ihren noch ungeborenen Kindern. Es kommt zu einem niedrigen Geburtsgewicht, Mängeln in der Entwicklung des Skeletts sowie einer allgemeinen Verzögerung der Entwicklung. Die unfreiwillige Aufnahme von Fluoriden übers Trinkwasser muss man gerade für Gegenden um Aluminiumhütten in Betracht ziehen. Fluor ist ein sehr aggressives und potentes Element. Es bricht im Zellkern die DNA-Stränge auf und verhindert darüber hinaus deren Reparatur.

Wasserlösliche Fluoride sind als giftig eingestuft. Eine kontinuierliche Aufnahme, auch geringer Mengen, kann zu einer Vergiftung führen, die sich in Schädigungen des Skeletts, der Zähne, der Lungenfunktion, der Haut und in Stoffwechselstörungen äußert.

Wasserunlösliche oder schwerlösliche Fluoride wie Kalziumfluorid und Aluminium-Fluoride besitzen eine wesentlich geringere Toxizität.

Fluoride gehören zu den giftigsten Substanzen auf der Erde und können sich problemlos durch Stahl, Glas und Aluminium fressen. Fluoride sind ein biologisch nicht abbaubares Umweltgift. Mineralwässer und Trinkwasser mit zu viel Fluor werden jetzt als „Nicht für Säuglinge geeignet” deklariert. Auch auf Zahnpasta soll jetzt ein Warnhinweis auf Fluor erscheinen, weil Kinder oft Zahnpasta herunterschlucken. Fluor kann im Magen in Flußsäure umgewandelt werden, die aggressivste aller Säuren, die sogar Glas wegätzt.

 Fluoride sind giftiger als Arsen:

  • Fluor setzt die Wirkung verschiedener Enzyme herab.
  • Collagen welches im Grundgerüst von Knochen, Blutgefäßen und anderen Geweben vorkommt, wird durch Fluorid zerstört. Dadurch altern diese Gewebezellen schneller.
  • Fluoride hemmen die DNA-Reparatur und fördern dadurch die Entstehung von Krebszellen.
  • Fluoride hemmen die Verwertung des Sauerstoffs innerhalb der Zellen. Sie übersäuern. Insbesondere sind auch Gehirnzellen davon betroffen.
  • Knochen und Zähne brechen schneller, weil Fluoride sie spröde werden.
  • Fluoride wirken als Stoffwechselgift im Darm, ähnlich einem Antibiotikum und zerstören dadurch die gesunde Darmflora.
  • Fluoride bewirken die Freisetzung von Adrenalin sowie Cortisol, dadurch stören und schwächen sie das Immunsystem.

Wichtig zu wissen
Fluoride sind darum so gefährlich, weil sie sich in unserem Körper ansammeln und über die Jahre zu einer schleichenden Vergiftung führen. Das Fatale: durch die zahlreichen Quellen, in denen Fluoride vorhanden sind, dazu gehören Trinkwasser, Mineralwasser, Speisesalz, Zahnpasta, Mundwasser, Nahrungsmittel, Pestizide und Medikamente, ist die tatsächliche Menge des täglich konsumierten Fluorids heutzutage kaum noch kalkulierbar!

Und: kein Arzt wird Ihre körperlichen Beschwerden mit einer Fluorvergiftung in Verbindung bringen!

Fluoride ...

  • schädigen das Nervensystem.
  • deaktivieren mindestens 62 Enzyme in unserem Körper und schädigen DNA-reparierende Enzyme.
  • vergrößern das Risiko, an Osteoporose zu erkranken.
  • verursachen genetische Schäden.
  • werden mit Arthritis in Verbindung gebracht.
  • vergrößern das Risiko an Krebs zu erkranken.
  • haben schädigende Wirkung auf Herz, Leber und Nieren.
  • verringern die Zeugungsfähigkeit von Männern.
  • schwächen die menschliche Willenskraft. Das war auch der Grund, warum die Nazis in den Konzentrationslagern Flourid verabreichten.
  • Fluoride in Psychopharmaka: Fluor schaltet langsam, aber sukzessive, den freien Willen des Menschen aus. Dies ist auch der Grund dafür, dass weltweit etwa 60 Prozent der Psychopharmaka Fluoride als wichtigsten Bestandteil enthalten.
  • Auf einer bekannten Zahnpasta steht: Kinder unter sechs Jahren sollten die Zähne unter Aufsicht der Eltern putzen und nur eine erbsengroße Menge verwenden. Den Zahncremeschaum nicht herunterschlucken.

Viren im Trinkwasser

Viren können in Kombination mit anderen Faktoren und Umweltgiften Krebs auslösen, beispielsweise Gebärmutterhalskrebs und Infektionen mit Humanen Papillomaviren (HPV). Aktuell haben führende Krebsforscher auf einer internationalen Tagung erläutert, dass bis zu 40 Prozent aller Krebsfälle durch Virusinfektionen mit verursacht seien.

Viren im Trinkwasser sind aus vielerlei Sicht schädlich:

  • Die Norovirus- und die Rotavirusinfektionen werden durch Trinkwasser ausgelöst: Fäkalien und die richtige Temperatur sind der Auslöser.
  • Trinkwasserreservoire mit Oberflächenwasser, wie beispielsweise Stauseen, stehen im Verdacht, auch H5N1 – Vogelgrippeviren – zum Menschen zu transportieren.

Hormone im Trinkwasser

Hormone aus der Tiermast und aus dem Urin der Menschen gelangen über die Kanalisation sowie über Klärwerke in das Grund- und Trinkwasser. Klärwerke sind nicht im Stande, Hormone restlos herauszufiltern. Schon winzige Spuren im Wasser können die Fortpflanzung im Tierreich negativ beeinflussen. Welche Langzeitwirkung Hormone im Trinkwasser auf den Menschen haben, ist noch nicht gänzlich erforscht. Doch die immer früher auftretende Pubertät von Mädchen – in den 70er Jahren mit durchschnittlich 14 Jahren, heute etwa zwischen elf und 12 Jahren – lässt eigene Schlüsse zu. Zudem muss man wissen, dass viele Brustkrebsarten, wie auch Prostatakrebs, in vielen Fällen hormonabhängig wachsen.

Weichmacher durch Plastik-Flaschen im Trinkwasser

Plastikflaschen, auch PET-Flaschen genannt, enthalten Weichmacher, Nervengifte, Hormone und das Schwermetall Antimon. Ja, Plastik ist leicht und es wird weniger Energie beim Transport der Flaschen verbraucht – was gut für die CO2-Bilanz ist – doch es gibt alarmierende Hinweise, dass diese Stoffe aus dem Plastik durch Wasser anteilig herausgelöst werden.

Die Gifte in PET-Flaschen können insbesondere die Leber schädigen. Kopfweh, Verdauungsstörungen, Hautausschläge, Ausscheidungsstörungen und Magenkrankheiten sind dann typische Symptome. Auch auf das Herz haben diese Gifte extreme Auswirkungen. Dazu gehören Vergiftungen und Durchblutungsstörungen, was sehr oft zu langsamer, aber stetiger Konzentrationsabnahme, zu Abgeschlagenheit und Kreislaufstörungen führt. Darüber hinaus beobachteten Heilpraktiker Störungen des vegetativen Nervensystems. Das giftiges Antimon, ein silberglänzendes poröses Schwermetall wurde bereits in PET-Flaschen mit bis zu 30-mal höheren Werten gemessen. Auch Hormone und Fluoride wurden in Plastikflaschen vermehrt nachgewiesen. Die Frankfurter Forscher Martin Wagner und Jörg Oehlmann konnten nachweisen, dass Plastikflaschen Stoffe abgeben, die wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen wirken. Das hat „alle Befürchtungen übertroffen“.

Ähnlich kritisch sieht das Prof. Dr. Ibrahim Chahoud, Mediziner an der Charité in Berlin PET-Flaschen: „Gefahren sehe ich für Risikogruppen. Betroffen sind vor allem Schwangere und Kleinkinder. Ihnen würde ich raten, einen weiten Bogen um Plastikflaschen zu machen. Denn bereits frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Belastungen mit hormonähnlichen Substanzen Entwicklungsstörungen verursachen können.“ Prof. Andreas Kortenkamp, Leiter des Zentrums für Toxikologie an der School of Pharmacy der Uni London meint dazu: „Wir werden in unserem Alltag mit so vielen hormonell belasteten Stoffen bombardiert, dass wir sie vermeiden sollten, wo wir können.“

Gifte im Trinkwasser

Unser Leitungswasser wird aus vom Wasserwerke aufbereitetem Grund- und Oberflächenwasser gewonnen. Bedenkt man, dass Grundwasser und Flüsse durch industrielle Verschmutzung, Abwässer, sauren Regen, Putzmittelabfälle aus Haushalten, Arzneimittelrückstände, Plastikabfälle, Mülldeponien, Pestizide aus der Landwirtschaft, undichte Kanalrohre, biologische Abfälle und giftige Chemikalien aus der Industrie, ins Abwasser gelangen, kann man die Anforderungen an unsere Wasserwerke nur erahnen. Doch Gifte sind unsichtbar und vielfach mit den herkömmlichen Technologien nicht zu reinigen.

Unser Trinkwasser ist zur gesundheitlichen Gefahr geworden. 

Medikamentenrückstände

Eine weitere Gefahr für unser Trinkwasser sind Medikamentenrückstände. Antibiotika, Grippemittel und vieles mehr haben sich bereits nachweisen lassen. Experten entdeckten, dass beispielsweise Grippewellen mit Hilfe von Wasserproben aufgrund des erhöhten Anteils von Hustensäften und anderen Erkältungsmedikamenten im Trinkwasser nachprüfbar sind. Laut Umweltbundesamt wurden im Trinkwasser bis zu 23 Wirkstoffe nachgewiesen, Das Grundwasser enthielt in verschiedenen Proben sogar 55 verschiedene Arzneirückstände.

Eine Lösung für das Problem gibt es bislang noch nicht, denn der Anteil von Arzneimittelrückständen ist im Verhältnis zum Gesamtvolumen sehr gering. Doch sie werden in den Kläranlagen nicht herausgefiltert! Auch die genauen Auswirkungen auf den Menschen sind noch nicht erforscht. Der tägliche Arzneimittel-Cocktail wird von Experten immer wieder mit den vermehrt auftretenden Antibiotika-Resistenzen in Verbindung gebracht.